Akzeptanz neuer Produkte: Vorwissen als Determinante des by Margit Binsack

By Margit Binsack

Innovationen sind nur dann erfolgreich, wenn sie vom Kunden akzeptiert werden. Ob es zur Akzeptanz kommt, hängt maßgeblich davon ab, wie der Kunde die Innovation subjektiv anhand seines bestehenden Wissens bewertet. Das Vorwissen ist somit Voraussetzung für das Produktverständnis und zugleich Quelle von Schlussfolgerungen und Urteilen bei der Bewertung neuer Produkt: Es ist daher kritisch für den Innovationserfolg.

Margit Binsack untersucht die vielfältigen Phänomene der wissensinduzierten Beurteilung neuer Produkte. Im Zentrum stehen dabei die kognitiven Schemata, d.h. Gedächtniseinheiten, in denen der Mensch Wissen über typische Produkteigenschaften, Erwartungen, Präferenzen und Verhaltensmuster speichert. Sie entwickelt ein Modell zur Beurteilung von Innovationen von geringer, mittlerer und hoher Neuigkeit und analysiert - ausgehend von den verschiedenen Innovationstypen - Formen wissensinduzierter Urteile und ihren Einfluss auf die Akzeptanz. Mit Blick auf die Marketingpraxis liefert die Autorin wertvolle Befunde für die Akzeptanzprognose und zeigt, wie das administration die schemainduzierte Urteilsbildung und damit den Erfolg einer Innovation aktiv steuern kann.

Show description

Read Online or Download Akzeptanz neuer Produkte: Vorwissen als Determinante des Innovationserfolgs PDF

Best german_6 books

Die Kostenrechnung als Instrument der staatlichen Preisregulierung in der Abfallwirtschaft

In diesem Buch werden die Ursachen und Wirkungen der teilweise drastischen Gebührensteigerungen und -spreizungen in der öffentlichen Abfallentsorgung anhand theoretischer Überlegungen und bislang einzigartiger empirischer Untersuchungen aufgezeigt. In shape eines "Norm-Kostenrechnungssystems" wird ein operabler Lösungsansatz dargeboten, der es ermöglicht, den Abfallproduzenten vorsorge- und verursachergerechte Preise zu setzen.

Der Einfluss verschiedener Düngungsmassnahmen auf die Bodenfauna

Erfahrungen der landwirtsehaftlichen Praxis und dadurch ausgeloste wissensehaftliche U nte: rsuchungen haben in den letzten J ahrzehnten zu der Erkenntnis gefiihrt, daB zwischen der Intensitat der im Boden ablaufenden bio Iogischen Prozesse und del' Bodenfruchtbarkeit ein sehr enger ursiichlic. . . l-t T Zusammenhang besteht.

Lehrbuch der Chirurgie

Bei aller Güte der vorhandenen großen Lehrbücher der Chirurgie, die dieses Buch weder ersetzen kann noch will, besteht der verständliche Wunsch nach einem kürzeren Lehrbuch. Als der verdienstvolle Herausgeber (Prof. Dr. Dr. H. MAI) des in einem Band gefaßten kurzen Lehrbuches der Kinderheilkunde, Augenheilkunde, Hals-Nasen­ Ohren-Heilkunde und Dermatologie (J.

Alterwerden im Betrieb: Beschaftigungschancen und -risiken im demographischen Wandel

Dr. phil. , Dipl. -Psych. , Dipl. -Soz. Frerich Frerichs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gerontologie in Dortmund und Leiter des Forschungsschwerpunktes "Demographischer Wandel und Arbeitswelt"; Arbeitsschwerpunkte: Altenplanung, Alterserwerbstätigkeit im demographischen Wandel, Qualifizierung älterer Arbeitnehmer, Arbeitsmarktpolitik und ältere Arbeitslose.

Extra resources for Akzeptanz neuer Produkte: Vorwissen als Determinante des Innovationserfolgs

Example text

Zur Systematisierung der Phänomene wissensbasierter Neuproduktbeurteilung ist es daher sinnvoll, die vorliegenden Befunde um eine Typologisierung aus kognitionstheoretischer Sicht zu erweitern. Der Neuigkeitsgrad ist allgemein zu definieren als Abweichung vom Status Quo (Schmalen & 24 Pechtl 1996, S. 822). Der Käufer hat diesen Status Quo in seinem Gedächtnis kognitiv repräsentiert, so dass man Neuigkeit aus kognitionstheoretischer Perspektive nach dem Vorbild von Hirschman (1981) definieren kann als: Grad der Abweichung der Innovation von den produktrelevanten Gedächtnisstrukturen des Nac/ifragers.

L; Urban et al. 1996, S. 47). Man kann festhalten, dass der Mensch in einer mehr oder weniger akkuraten Weise die Innovation anhand der wahrgenommenen bzw. angenommenen Produkteigenschaften vor dem Hintergrund seiner individuellen Präferenzen beurteilt. Die Präferenzen sind bei Innovationen ggf. neu zu bilden. Sofern die Innovation eine bestehende Lösung ersetzt, ist ein Vergleich zu dieser Lösung wahrscheinlich. Betrachtet man nun die Rolle bestehender Gedächtnisstrukturen in diesem Urteilsprozess, ergibt sich die in dieser Arbeit zu klärende Frage, inwieweit der Mensch auf im Gedächtnis gespeicherte Gesamt- oder Teilurteile zurückgreift und er Annahmen, Präferenzen oder auch vergleichende Urteile von bestehenden Gedächtnisinhalten herleitet.

Neue Technologien bergen Unsicherheit, denn Standards und künftige Entwicklungen sind unklar. All diese Gründe erschweren die Neuproduktbeurteilung (vgl. Punkt I, 2, 4, Tabelle 2-2). c) Sie sind inkongruent zu bestehenden Produkt- und Verhaltensschemata: Innovation mittleren oder höheren Neuigkeitsgrades unterscheiden sich in spürbarem Maße von bestehenden Produktschemata (zu Schematheorie, vgl. Kap. 2). Eine Adoption erfordert dann eine Veränderung bestehender Wissens- und Verhaltensstrukturen (vgl.

Download PDF sample

Rated 4.77 of 5 – based on 36 votes